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28.11.2011
25.11.2011
e.o.plauen
Zu den von mir geschätzten deutschen Zeichnern gehört auch e.o.plauen. Sein richtiger Name war Erich Ohser und bekannt geworden ist er natürlich durch die Vater und Sohn-Bildergeschichten.
Neben den pantomimischen Comics veröffentlichte Ohser politische Karikaturen und Illustrationen z. B. zu satirischen Gedichten von Erich Kästner. Die hier abgebildete Landschaftszeichnung aus einem Buch über Ohser finde ich sehr schön. Als guter Zeichner schafft er es je nach Bedarf die Feder vielfältig einzusetzen. Die zarten Blumen im Vordergrund, die parallelen Linien des Weges, das kleinteilige Laub und die fast hingeschmierten Baumkronen im Hintergrund zeigen in der Vielfalt der Ausdrücke die bemerkenswerte handwerkliche Qualität der Zeichnung.
Bemerkenswert auf ganz andere Art ist leider auch Ohsers Schicksal, das so ganz und gar im Gegensatz zu seinen freundlichen Bildergeschichten steht. Er starb 1944 durch Selbstmord in einem Nazigefängnis.
24.11.2011
Katzenspiele
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Für Comic-Künstler, die ihre Figuren als Strichzeichnung anlegen und die entstandenen Flächen anschließend mit Farbe füllen, ist es eine gewisse Herausforderung, auf Konturlinien bei der Arbeit zu verzichten. Problematisch sind vor allem solche Flächen, die nicht im Kontrast zu ihren benachbarten Flächen stehen. Zum Beispiel Pauls Haare und sein Gesicht. Hier habe ich mir mit einem Schatten unter dem Pony geholfen, um doch noch etwas Kontrast zu erzeugen. Das selbe Mittel half auch bei der Katze. Und sie steht auch nicht zufällig vor zwei etwas dunkleren Zaunbrettern.
Man sieht auch deutlich, dass der Himmel um Pauls Kopf herum nur darum so blau ist, damit auch an dieser Stelle mehr Kontrast entsteht. Und dass die Bretter unter Pauls Kinn so dunkel sind – wie an sonst keiner anderen Stelle des Zauns – hängt natürlich auch mit dem ursprünglich fehlenden Kontrast zusammen.
Man sieht auch deutlich, dass der Himmel um Pauls Kopf herum nur darum so blau ist, damit auch an dieser Stelle mehr Kontrast entsteht. Und dass die Bretter unter Pauls Kinn so dunkel sind – wie an sonst keiner anderen Stelle des Zauns – hängt natürlich auch mit dem ursprünglich fehlenden Kontrast zusammen.
Solche Kontraste so zu erzeugen, so dass sie ganz natürlich erscheinen, ist manchmal komplizierter als es im fertigen Bild wirkt. Im Idealfall hat man das Ganze darum bereits von Anfang an so geplant, dass Nachbesserungen der Kontrastwirkungen gar nicht erst nötig werden. Hinter Paul hätte zum Beispiel ein dunkler Baum stehen können. Bei diesem Bild aber wollte ich, dass das kontrastreiche Wollknäuel die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zieht. Darum passt es ganz gut, dass ansonsten nur wenige weitere Kontraste vorhanden sind.
22.11.2011
18.11.2011
15.11.2011
13.11.2011
Bewegung
Eine Illustration für das Magazin family. In dem Artikel geht es darum, wie man Kinder dazu motiviert, sich zu bewegen, Sport zu betreiben und weniger vorm PC zu sitzen. Dieses Bild ist eine von zwei Versionen des Motivs. Die Illustration im Magazin zeigt dasselbe Bild mit einen verregneten Hintergrund und Regen. Ich mag beide Versionen. Diese hier wirkt etwas leichter, die andere hat dagegen mehr Atmosphäre und lässt sich vermutlich auch einfacher layouten.
11.11.2011
Neue Titel-Panel-Serie
In den nächsten neun Wochen werden die Titel-Panels der Nana + Paul-Comics nicht mehr Parodien auf Kunstwerke sein, sondern einfache Illustrationen mit Nana + Paul-Motiven auf denen neben den beiden Figuren oft Tiere zu sehen sein werden.
Ich mag Tiere in Comics. Sie sprechen nicht, handeln aber und haben Charaktere. Dadurch sind sie ideale Nebenfiguren für meinen Comicstrip, in dem nur die beiden Hauptfiguren als sprechende Personen vorkommen sollen – und als einzige sichtbare Menschen.
09.11.2011
Peder Severin Krøyer
Das Titelpanel zum letzten Nana + Paul-Strip zitiert das bekannteste Bild des Malers Peder Severin Krøyer. Das Original ist farblich sehr differenziert gemalt und war nicht leicht nachzugestalten. Außerdem sind auf dem ursprünglichen Bild zwei Frauen in Kleidern zu sehen, das schien anfänglich nicht gut zu Nana und Paul, also zu einem Jungen und einem Mädchen zu passen. Aber Kinder verkleiden sich ja gerne und insofern passte es doch.
08.11.2011
02.11.2011
Hokusai und das Mammutblatt
Von dem japanischen Zeichner Hokusai stammt dieses zweiteilige Bild, das Bauern während eines Landregens zeigt. Mir gefällt vor allem die Darstellung des Mammutblattes, eine Pflanze, die auch in Mitteleuropa wächst, vor allem in Parkanlagen. Ich vermute jedenfalls, dass es sich bei der dargestellten Pflanze um ein Mammutblatt handelt.
Das Mammutblatt gehört zu meinen Lieblingspflanzen, weil man sich unter seinen Blättern wie ein kleines Tier vorkommt. Wie die Biene Maja, die im Schatten von Blumen und Blättern einen Unterschlupf gefunden hat. Die Größenverhältnisse sind plötzlich anders. Man wird kleiner.
In Cornwell in einem Park (Trelissick Garden) habe ich zum ersten Mal eine Mammutblattpflanze gesehen. Diese Zeichnung entstand damals ...
Ich glaube, ich habe beim Zeichnen etwas übertrieben. Egal. Eine noch größere Kolonie Mammutblätter habe ich in diesem Jahr im Botanischen Garten der Hamburger Uni in Klein Flottbek fotografiert. Das Bild zeigt, wie das Sonnenlicht durch die halbtransparenten Blätter fällt und wie das Blattwerk alles unter sich in grüne Farben taucht.
01.11.2011
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