31.08.2011
Zdenek Burian
Einer Gesamtausgabe der Lederstrumpf-Geschichten von 1954 habe ich diese Zeichnung von Zdenek Burian entnommen. Das Buch gehört eigentlich meinem Vater und ich habe es nie gelesen, aber die Bilder mochte ich sehr als ich Kind war und finde sie auch heute noch bemerkenswert.
Burian verwendete für die Illustrationen ein Werkzeug, mit dem er gleichzeitig mehrere Linien parallel zeichnen konnte. Vielleicht ein Borstenpinsel mit eingeschnittenen Borsten? Die Zeichnungen bekommen dadurch etwas Malerisches, das gut zu den atmosphärischen Bildern passt.
Man kann die Spuren dieses Werkzeugs gut erkennen, wenn man die Zeichnung vergrößert, indem man sie anklickt und dann nochmals anklickt.
30.08.2011
Ilon Wikland
In die Reihe meiner Lieblings-illustratoren gehört auch Ilon Wikland, die vor allem für ihre Zeichnungen in Astrid-Lindgren-Büchern bekannt ist.
Ihre Kinder-Darstellungen überschreiten teilweise schmerzhaft die Grenzen zum Kitsch, aber ihre Darstellungen von Wäldern, Dörfern und Landschaften sind sehr schön und atmosphärisch.
Auch in dieser Zeichnung aus dem Lindgren-Buch Im Wald sind keine Räuber schwingt ein wenig Kitsch mit. Beachtenswert ist aber wie es Wikland gelingt mit den verschiedenen Mitteln der Zeichnung das Chaos der Natur in ihrem Bild zu bändigen und die vielen Bildelemente (Gras, Blätter, Äste, Baumstämme) zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden.
Sie schafft das zum einen durch starke Hell-Dunkel-Kontraste (beim Bach der durch das Gras fließt), an anderer Stelle durch Schraffuren (Baumstämme), die sie gegen Ornamente absetzt (Blätter). Besonders gefällt mir, wie sich die Blüten der Bliumen am untern Bildrand ganz leicht und übergangslos aus dem Gras herauslösen.
29.08.2011
Hans Christian Andersens Schloss
In den Sommerferien habe ich im Garten des Hans-Christian-Andersen-Museums in Odense /Dänemark auf eine Aufführung der Andersenschen Märchen im Schnelldurchgang gewartet. Ein kleines Schloss stand im Museumshof am Rande eines kleinen künstlichen Sees als Bühne und Kulisse.
Während ich auf die Aufführung wartete, hatte ich Lust, eine Zeichnung zu machen, wollte aber vermeiden, dass ich mich im Einschätzen der Proportionen verliere. Denn von denen gibt es bei dieser Art von verschachtelter Architektur eine Menge. Also habe ich alle Linien ein wenig zurechtgebogen, was letztlich sogar ganz gut zum Motiv passte.
Die Aufführung selbst war recht skurril. Im Zeitraffer hastete man, moderiert von einem Schauspieler im H. C. Andersen-Kostüm, durch die bekanntesten Andersen-Märchen - teilweise sogar dreisprachig. Das Ganze wurde dargestellt von vielen kostümierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Am besten gefiel mir die kleine Meerjungfrau, die an der linken Schlossseite auf einem Papp-Felsen sitzend aus dem Schloss geschwommen kam, kurz gelangweilt mit der Schwanzflosse wippte, dann wieder zum Schloss gezogen wurde und hinter einer Klappe verschwand.
Zum Vergrößern auf die Zeichnung klicken.
28.08.2011
Richard Seewald
Richard Seewald zeichnete dieses Bild während einer Reise durch die Ägäis. Es stammt aus Seewalds "Griechischem Inselbuch", das erstmals in den 50er Jahren erschienen ist.
Sein Stil ist weniger skizzierend im Vergleich zu dem von Kurt Schmischke, den ich vor kurzem vorgestellt habe. Die Linien liegen, anders als bei Schmischke, nicht wie Mikadostäbe übereinander, sondern sind kontrolliert gesetzt und versuchen Wesentliches in geordneter Weise zu zeigen.
Das Geordnete passt zu Seewalds Vorliebe für griechische Kultur und die Inhalte klassischer Bildung. Gleichzeitig findet man in seinen Zeichnungen Formen eleganter Vereinfachungen, die sie sehr zeitgenössisch erscheinen lassen.
Zum Vergleich zeige ich eine schöne Skizze des Amerikaners Matthew Cruickshank, dessen Zeichnung mindestens 50 Jahre nach der von Seewald entstanden ist.

Sein Stil ist weniger skizzierend im Vergleich zu dem von Kurt Schmischke, den ich vor kurzem vorgestellt habe. Die Linien liegen, anders als bei Schmischke, nicht wie Mikadostäbe übereinander, sondern sind kontrolliert gesetzt und versuchen Wesentliches in geordneter Weise zu zeigen.
Das Geordnete passt zu Seewalds Vorliebe für griechische Kultur und die Inhalte klassischer Bildung. Gleichzeitig findet man in seinen Zeichnungen Formen eleganter Vereinfachungen, die sie sehr zeitgenössisch erscheinen lassen.
Zum Vergleich zeige ich eine schöne Skizze des Amerikaners Matthew Cruickshank, dessen Zeichnung mindestens 50 Jahre nach der von Seewald entstanden ist.

27.08.2011
Katzen-Karte
Das Motiv der Katze an der Tischkante (s. letzten Eintrag) habe ich für das Titel Panel des nächsten Nana + Paul-Strips noch einmal aufgegriffen.
Den ganzen Comic zeige ich wie immer am Dienstag.
Zum Vergrößern Bild anklicken.
26.08.2011
Leo, der Kater von Nebenan...
Leo, der Kater von Nebenan, taucht häufiger mal in unserem Garten auf, um sich etwas menschliche Zuneigung zu erschnurren. Neulich saß er auf der Gartenbank und spielte für mich Kasperletheater mit seinen Ohren.
Kurt Schmischke
Diese wundervolle Zeichnung ist leider nicht von mir, sondern von dem Illustrator Kurt Schmischke. Sie stammt aus dem Jugendbuch "Wenn die großen Schiffe kommen" von Erwin Reitman – bei amazon für 0,01 Euro erhältlich, so wie viele weitere Bücher Reitmanns. Der niedrige Preis sagt übrigens nichts über den Inhalt aus. Reitmann ist einfach ein vergessener Autor, kein schlechter.
Schmischkes Zeichnungen sind Kindern und Jugendlichen in den 70ern in einer Vielzahl von Büchern begegnet. Mir gefiel damals die Atmosphäre der dargestellten Schauplätze besonders. Heute fällt mir auf, wie vielseitig Schmischke die gestalterischen Mittel eingesetzt hat. Breite Pinselstriche einerseits, aber auch Details, mit dünner Feder gezeichnet. Und alles äußerst mutig und spontan auf das Papier gesetzt. Mit dieser Arbeitsweise konnte Schmischke sicherlich eine Menge Arbeit in kurzer Zeit bewältigen.
Einige weitere Innenillustrationen und Titelbilder von Schmischke findet man übrigens hier.
Schmischkes Zeichnungen sind Kindern und Jugendlichen in den 70ern in einer Vielzahl von Büchern begegnet. Mir gefiel damals die Atmosphäre der dargestellten Schauplätze besonders. Heute fällt mir auf, wie vielseitig Schmischke die gestalterischen Mittel eingesetzt hat. Breite Pinselstriche einerseits, aber auch Details, mit dünner Feder gezeichnet. Und alles äußerst mutig und spontan auf das Papier gesetzt. Mit dieser Arbeitsweise konnte Schmischke sicherlich eine Menge Arbeit in kurzer Zeit bewältigen.
Einige weitere Innenillustrationen und Titelbilder von Schmischke findet man übrigens hier.
24.08.2011
23.08.2011
16.08.2011
10.08.2011
Ferien vorbei ... Nana + Paul 361 - 366
Schade, schon sind die Sommerferien wieder vorbei.
Unsere Kinder haben in den letzten Monaten Sticker gesammelt. Davon inspiriert habe ich die Titel-Panels der Nana + Paul-Comics als Sammelkarten gestaltet. Insgesamt gibt es in der ersten Serie neun Motive, passend zu den neun Fächer pro Seite in A4-Sammelheftern. Hier sieht man die ersten sechs.
In den Zeitungen erscheinen in den nächsten Wochen übrigens schon die nächsten neun Sammelkarten-Titel-Panels mit Nana+Paul-Parodien bekannter Kunstwerke.
Zum Vergrößern die Comics bitte anklicken.
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